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„Sieben Kilometer zu viel“ - breite Unterstützung aus dem Hofheimer Rathaus für Wallauer Bauern
Hofheim. „Sieben Kilometer zu viel“ - unter diesem Motto haben sich Landwirte aus HofheimWallau und dem Wiesbadener Osten zusammengetan. Denn sie sind nicht einverstanden, wie die Trassen beim Infrastrukturprojekt „Rhein-Main-Link“, geführt werden sollen und fordern ein Umdenken hinsichtlich der Planung. Denn gerade der Hofheimer Vorort Wallau aber auch die Nachbargemeinden Wiesbaden-Nordenstadt und -Delkenheim wären von der aktuellen Trassenplanung, bei der bis zu 75 Meter breite Gräben für die Erdkabel-Verlegung ausgehoben werden müssen, besonders stark betroffen. Die Landwirte fordern daher politische Unterstützung für ihren Vorschlag: Aus zwei Trassen soll eine gemacht werden, die Trassen östlich von Wallau gebündelt und der Schutz von Agrarflächen politisch priorisiert werden. Diese Anliegen haben die Landwirte nun auch mit Nachdruck im Landratsamt des Main-Taunus-Kreises sowie im Hofheimer Rathaus vorgetragen. Dort schilderten die Landwirte der politischen Spitze von Kreis und Stadt ihre Bedenken, aber auch mögliche Lösungsansätze. Sie erhoffen sich Unterstützung von den politischen Mandatsträgern. „Wir sind nicht gegen die Trasse, aber uns ist wichtig, dass bei deren Bau ressourcenschonend vorgegangen wird“, umreißt Rainer Kahl die Sorgen der Wallauer Landwirte. Auch bei der von den Landwirten favorisierten Lösung sei laut Paul die Gemarkung Wallau betroffen - man delegiere das Problem also nicht einfach weiter.Die Sorgen und Lösungsvorschläge stießen vor allem bei den Hofheimer Stadtoberen, Bürgermeister Wilhelm Schultze und Erster Stadtrat Daniel Philipp, auf Zustimmung. Reiner Paul lobte hinterher: „Die beiden sehen unsere Sorgen als begründet an und haben uns Unterstützung zugesichert.“ Nächstes Ziel: Noch in diesem Jahr soll ein weiterer Austausch zwischen den Landwirten, der Hofheimer Stadtspitze sowie Gert-Uwe Mende, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, vereinbart werden. Doch auch auf anderer Ebene wünschen sich die Landwirte mehr Sichtbarkeit für das Thema. „Die Zeit drängt: Auch die Wallauer Ortspolitiker sollten die problematische Planung der Trassenführung auf ihre Agenda nehmen. Außerdem kann ich nur an die Bürger appellieren, sich mit dem Thema mal auseinanderzusetzen. Denn auch sie sind es, die in ihrer Freizeit eingeschränkt werden, wenn Feld- und Wanderwege aufgrund der Erdarbeiten nicht mehr nutzbar werden“, gibt Reiner Paul zu Bedenken.Bild 1: Ein Landwirtschafts-Sextett zu Besuch im Landratsamt des Main-Taunus-Kreises: (v.l.n.r.) Landrat Michael Cyriax, Reiner Paul, Markus Pfeiffer, Rainer Kahl, Ditmar Kranz (Kreislandwirt Wiesbaden), Martina Simon, Kurt SimonBild 2: Ein Bauern-Duo zu Besuch im Hofheimer Rathaus: (v.l.n.r.) Reiner Paul, Rainer Kahl, Bürgermeister Wilhelm Schultze und Erster Stadtrat Daniel Philipp.